Radikale Demokratie und Gemeinschaft: Wie Konflikt verbinden kann
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Radikale Demokratie und Gemeinschaft: Wie Konflikt verbinden kann

Wie Konflikt verbinden kann
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ISBN-13:
9783593510927
Einband:
Broschiert
Seiten:
250
Autor:
Theresa Clasen
Gewicht:
328 g
SKU:
INF1100473451
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Theresa Clasen ist Sozialphilosophin und arbeitet als Lektorin.
Demokratische Gesellschaften brauchen Zusammengehörigkeit, darüber sind sich die meisten Menschen einig. Doch wie viel und welche Art der Verbundenheit in Demokratien geboten sind, um sich langfristig gemeinsam regieren zu können, ist ungleich strittiger. Ausgehend von radikalen Demokratietheorien, die keine Einheit, sondern eine fundamentale Offenheit und Konflikthaftigkeit an den Anfang des demokratischen Gemeinwesens stellen, erarbeitet dieses Buch eine neue Idee politischer Gemeinschaft. Sie lässt identitätslogische Vorstellungen von Zusammenhalt hinter sich und sieht im Vollzug konfliktueller Beziehungen eine wichtige Bedingung, sich wechselseitig als Anteile eines gemeinsamen demokratischen Projekts zu verwirklichen.
Vorwort 9Einleitung: Radikale Demokratietheorien und das Desiderat der Gemeinschaft 13Die Anforderungen zeitgenössischer Demokratietheorien 15Das Defizit radikaldemokratischer Gemeinschaft 24Die sozialtheoretische Vertiefung 27Von vorne anfangen: Gemeinschaft als Beziehung des mutual concern 29Methodischer Ansatz und Aufbau 33I. Die radikale Intervention und der verbindende Konflikt 37Die Unbestimmtheit des Sozialen 39Die radikale Negativität des Sozialen 41Die Politisierung der Politik 45Der antagonistische Konfliktbegriff 46Die hegemoniale Gesellschaft und die imaginierte Einheit 50Die Unverfügbarkeit des sozialen Zusammenhaltesund der verbindende Konflikt 53Das radikaldemokratische Projekt kollektiverSelbstbestimmung 56II. Chantal Mouffes agonale Gemeinschaft 62Die agonistische Gemeinschaft 66Das zivilbürgerliche Modell demokratischer Gemeinschaft 68Die Preisgabe der Radikalität 75Die Vernachlässigung des Sozialen 81Die sozialtheoretische Alternative 84III. Ferdinand Tönnies:Zwei Dimensionen der gemeinschaftlichen Fundierung von Zusammenhalt 88Die Gegenüberstellung der Grundbegriffe 90Die Willenslehre 93Der Wesenwille 94Der Kürwille 97Die Vermittlung der Willensformen und die politische Gemeinschaft 98Die Unüberwindbarkeit der ursprünglichen Grundlegung 101Die vertikale Determiniertheit des Wesenwillens 104Zwischenresümee 106IV. Max Weber:Die affektive Spur der Vergemeinschaftung 109Vom sozialen Handeln zur Organisation sozialer Beziehungen 112Handlungen und soziale Strukturen 115Vergemeinschaftung auf der Grundlage von Gefühlen 116Historisch-empirische Gemeinschaften 119Die Spur des mutual concern 122Die Ambivalenz der Affektivität 123Die Wertegemeinschaft 124Das individualistische Wertefundament politischerGemeinschaft 127Zwischenresümee 130V. Émile Durkheim:Die horizontale Begründung von sozialem Zusammenhalt 132Das Faktum der Verbundenheit 133Die vertikal begründete mechanische Solidarität 135Die horizontal begründete organische Solidarität 137Entstehungsbedingungen horizontaler Solidarität 140Die bewusste Verbundenheit 146Die Unterordnung der affektiven Komponentedes mutual concern 152Zwischenresümee 156VI. Georg Simmel:Konfliktuelle Beziehungen als Keim des mutual concern und die Öffnung des gesamtgesellschaftlichen Ganzen 158Die Gesellschaft als Summe von Wechselwirkungen 159Die Positivität von Konflikt: Konflikt als formaleWechselwirkung 163Die Produktivität von Konflikten als soziale Beziehungen 165Die gesamtgesellschaftliche Produktivität von Konflikt 167Im Inneren des Konflikts: Dualismus und gesellschaftlicheEinheit 170Der nicht gemeinschaftliche Konflikt 174Die horizontale Integration konfliktueller Beziehungen 177Die »fließende« Einheit der Gesellschaft 180Zwischenresümee 187VII. Die nicht instrumentelle Beziehung des mutual concernund die Gesellschaft als gemeinsames Projekt 189Was bedeutet es, in einer Beziehung des mutual concernzu stehen? 193Die vertikale Vergemeinschaftung 198Die horizontale Vergemeinschaftung 202Gesellschaft als gemeinsames Projekt 205Gemeinsame Praxis als Ermächtigungund die Gestaltbarkeit sozialer Lebensumstände 212Der Holismus als offener Interdependenzzusammenhang 217Gemeinschaft als Ermächtigung 221VIII. Ausblick: Die konfliktuelle Gemeinschaft 224Die Beziehung des Politischen zum Sozialen 225Die Kompatibilität des mutual concern mit radikalen Modellen 227Konflikt als Moment des mutual concern 230Die konfliktuelle Gemeinschaft 235Literatur 239