Die blinde Fotografin: Erzählungen
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Die blinde Fotografin: Erzählungen

Erzählungen
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ISBN-13:
9783518418741
Einband:
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum:
01.01.1970
Seiten:
128
Autor:
Paul Brodowsky
Gewicht:
241 g
SKU:
INF1100380854
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Paul Brodowsky wurde 1980 in Kiel als jüngstes von sieben Kindern geboren. Von 1999 bis 2005 studierte er "Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus" an der Universität Hildesheim und in New York; seit 2005 ist er Diplom-Kulturwissenschaftler.
Er war im Jahr 2000 Mitbegründer und bis 2004 Herausgeber der Literaturzeitschrift BELLA triste . Er hat Beiträge in zahlreichen Anthologien und Literaturzeitschriften publiziert (u. a. in Büchner , Edit und Qvest ); darüber hinaus Veröffentlichung von kulturjournalistischen Arbeiten in verschiedenen Tageszeitungen und im Rundfunk.
2003 war er der Initiator sowie künstlerischer Co-Leiter des Hildesheimer Literaturfestivals PROSANOVA. Das Festival präsentierte an vier Tagen im Mai 2005 über sechzig junge Autoren, Musiker und Medienkünstler aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Im Frühjahr 2006 wurde sein Theaterstück Stadt, Land, Fisch in einer Werkstattinszenierung an den Münchener Kammerspielen präsentiert (Regie: Laurent Chetouane). Zur Zeit lebt Paul Brodowsky in Berlin. Er schreibt neben Theaterstücken, Hörspielen und Essays vorwiegend erzählende Prosa.
"Konzentrier dich, sagte sie, deine Bilder, du sollst sie mir beschreiben, ich will alle deine Eindrücke, sagte sie, möglichst genau." Eine Fotografin verliert ihre Sehkraft, sie beauftragt ihren Freund, ihr zu beschreiben, was er sieht. Er hetzt durch die Stadt, sammelt Eindrücke, will die Erblindende in der Welt der Farben und Formen halten - während sie längst ihren Abschied inszeniert, ihr letztes, ein existentielles Foto.

Ein junger Komponist bemerkt, daß seine Freundin eine Affäre mit seinem Freund und Konkurrenten hat, ein schlafloser Stalker irrt durch das nächtliche Berlin und fühlt sich zunehmend selbst beobachtet, beinahe bedroht.

- Paul Brodowsky erzählt von den Kippmomenten in Beziehungen, beschreibt das Augenaufreißen kurz vor der Verzweiflung oder der Entscheidung. Seine Figuren machen flüchtige Kontakte in der U-Bahn, jagen dem Geheimnis des Gegenübers hinterher und geraten in fremde, exotische Räume. Sie gehen durch die Nacht und versuchen

sich das Geschehene zu erklären. Sie verlieren das Bewußtsein und gewinnen Einblick

in ihre Obsessionen - dabei überlagern sich Einbildung und Erinnerung, überscharfe

Wahrnehmung und Wahnvorstellung. Wie eine Sammlung von Polaroids legt Paul Brodowsky

die Bestandteile seiner Erzählungen nebeneinander, die Nähe zwischen den Figuren

setzt sich aus Bewegungen zusammen, die fragmentarisch bleiben, selten ein ganzes

Bild ergeben - und zugleich in ihrer Atemlosigkeit einen großen Sog entfalten.
Aufnahme Im Flur Nachtstück Judith Zoltan und ich Rachel

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