Glas. Totenglocke

Glas. Totenglocke
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Totenglocke
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Glas Totenglocke im Original 1974 erschienen nimmt in Derridas Werk eine besondere Stellung ein Es ist eines seiner wichtigsten und enigmatischsten Bücher das lange Zeit keinen Übersetzer im Deutschen gefunden hat und sich dennoch allen späteren mittlerweile recht schnell ins Deutsche übertragenen Büchern immer schon paradigmatisch eingeschrieben hat Schon die Form von Glas weicht ab sie folgt - ohne erkennbaren Anfang ohne Ende ohne Kapiteleinteilungen - allein einem durchlaufenden Doppelspaltenprinzip vielfach auch noch unterbrochen durch die Eröffnung weiterer kleiner Fenster im Text der also aus zwei Kolumnen zwei Säulen zwei simultanen Texten besteht die zwei Autoren gewidmet sind die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben und die zugleich zwei ganz unterschiedliche Diskurse Genres repräsentieren nämlich Philosophie und Literatur Es handelt sich um Hegel und um Genet den Denker der Familie und den Poeten der homosexuellen Liebe die aber mit dieser Porträtierung schon einen gemeinsamen Nenner haben die familiäre Strukturierung des Begehrens und vor allem die Liebe von Vater und Sohn Im Kontext dieser Genealogie geht es auch und zentral um die unterschiedlichen Weisen der Trauerarbeit um eine monumentale Aufrichtung des Gedächtnisses einerseits im System der hegelschen Dialektik und um eine nie zu Ende zu bringende Zeremonie des Abschieds um das Totenfest wie die deutsche Übersetzung von Genets Roman Pompes funèbre lautet Michael Wetzel Br

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Artikel-Nr:
9783770541102
Veröffentl:
2006
Einband:
Br.
Seiten:
320
Autor:
J. Derrida
Gewicht:
948 g
SKU:
INF1100003167
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Glas (Totenglocke), im Original 1974 erschienen, nimmt in Derridas Werk eine besondere Stellung ein; es ist eines seiner wichtigsten und enigmatischsten Bücher, das lange Zeit keinen Übersetzer im Deutschen gefunden hat und sich dennoch allen späteren, mittlerweile recht schnell ins Deutsche übertragenen Büchern immer schon paradigmatisch eingeschrieben hat.

»Schon die Form von Glas weicht ab; sie folgt – ohne erkennbaren Anfang, ohne Ende, ohne Kapiteleinteilungen – allein einem durchlaufenden Doppelspaltenprinzip, vielfach auch noch unterbrochen durch die Eröffnung weiterer kleiner ›Fenster‹ im Text, der also aus zwei Kolumnen, zwei Säulen, zwei simultanen Texten besteht, die zwei Autoren gewidmet sind, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben, und die zugleich zwei ganz unterschiedliche Diskurse, Genres repräsentieren: nämlich Philosophie und Literatur. Es handelt sich um Hegel und um Genet, den Denker der Familie und den Poeten der homosexuellen Liebe, die aber mit dieser Porträtierung schon einen gemeinsamen Nenner haben: die familiäre Strukturierung des Begehrens und vor allem die Liebe von Vater und Sohn. Im Kontext dieser Genealogie geht es auch und zentral um die unterschiedlichen Weisen der Trauerarbeit: um eine monumentale Aufrichtung des Gedächtnisses einerseits im System der hegelschen Dialektik und um eine nie zu Ende zu bringende Zeremonie des Abschieds, um das Totenfest, wie die deutsche Übersetzung von Genets Roman Pompes funèbre lautet.«
Michael Wetzel

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