Jüdisches Bauen in Nachkriegsdeutschland

Jüdisches Bauen in Nachkriegsdeutschland
Der Architekt Hermann Zvi Guttmann
Besorgungstitel | Lieferzeit: Besorgungstitel - Lieferbar innerhalb von 10 Werktagen I

29,00 €*

Alle Preise inkl. MwSt. | zzgl. Versand
Artikel-Nr:
9783958081161
Veröffentl:
2017
Seiten:
450
Autor:
Alexandra Klei
Gewicht:
647 g
Format:
208x153x31 mm
Serie:
12, Jüdische Kulturgeschichte in der Moderne
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Alexandra Klei studierte Architektur und promovierte über das Verhältnis von Architektur und Gedächtnis am Beispiel der KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Neuengamme. Sie ist Lehrbeauftragte am Kunstgeschichtlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum, forscht und schreibt u. a. zur Architektur der White City Tel Avivs, zu jüdischen Architekten und zum jüdischen Bauen in der Nachkriegsmoderne sowie zu Erinnerungsorten. Für Jüdisches Bauen in Nachkriegsdeutschland (Neofelis 2016) erhielt sie im Dezember 2016 den Rosl und Paul Arnsberg-Preis. Zudem ist sie Kuratorin für den werkraum bild und sinn e. V., einen unabhängigen Ausstellungsraum für Fotografie und Videokunst in Berlin.

Als einer unter wenigen jüdischen Architekten gestaltete Hermann Zvi Guttmann (1917-1977) die Etablierung jüdischen Lebens in Nachkriegsdeutschland entscheidend mit. Sein Werk umfasst Synagogen, Gemeindezentren, Altenheime, Jugendräume, Mikwaot, Denkmale sowie Wohn- und Geschäftshäuser. Es macht deutlich, wie vielfältig die Bauaufgaben waren, denen sich die neugegründeten Gemeinden in den ersten Jahrzehnten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs widmen mussten. Dabei waren die neuen Synagogen und Gemeindezentren klein, unscheinbar und außerhalb der Stadtzentren zu finden. Sie zeugen somit von den Anfängen jüdischer Gemeinden in Westdeutschland nach der Shoah und den begrenzten Räumen, die die bundesrepublikanische Nachkriegsgesellschaft ihnen zugestand.

Jüdisches Bauen in Nachkriegsdeutschland untersucht die realisierten Bauten und die nicht zur Ausführung gekommenen Projekte Guttmanns. Ihre Entstehungsbedingungen werden vor dem Hintergrund des Wiederaufbaus deutscher Städte analysiert, der von Architekten geprägt wurde, die bereits im Nationalsozialismus erfolgreich tätig waren. Die Studie ist damit zugleich ein Beitrag zur Erforschung der jüdischen Nachkriegsgeschichte und zur Auseinandersetzung mit 'jüdischem Bauen'. Ein solches Bauen beinhaltet nicht nur das konkrete Gebäude mit seinem spezifischen Erscheinungsbild, sondern auch Anforderungen an ein Raumprogramm, die Bedeutungszuschreibungen der Umgebung und nicht zuletzt die Voraussetzungen, auf die ein jüdischer Architekt traf, der in Deutschland tätig sein wollte.

Kunden Rezensionen

Zu diesem Artikel ist noch keine Rezension vorhanden.
Helfen sie anderen Besuchern und verfassen Sie selbst eine Rezension.