Die Kultur der Niederlage

Die Kultur der Niederlage
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Der amerikanische Süden 1865 - Frankreich 1871 - Deutschland 1918, Originaltitel:The Culture of Defeat (Verlierermächte)
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Artikel-Nr:
9783644018617
Seiten:
470
Autor:
Wolfgang Schivelbusch
eBook Typ:
Adobe Digital Editions
Kopierschutz:
Digital Watermark [Social-DRM]
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Wolfgang Schivelbusch, geboren 1941, Dr. phil., Habilitation, ist freier Autor und lebt seit 1973 in New York und in Berlin. Er ist Träger des Heinrich-Mann-Preises 2003 der Akademie der Künste zu Berlin. Im Jahr 2014 wurde ihm der Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg verliehen.
Zehn Jahre nach dem letzten großen Zusammenbruch, dem des sowjetischen Imperiums, scheint die Zeit reif für eine Reihe historischer Fragen. Destilliert aus der Geschichte der drei Niederlagenklassiker - des amerikanischen Südens nach 1865, Frankreichs nach 1871 und Deutschlands nach 1918 -, lassen sie sich etwa so formulieren: Wie wurden im Zeitalter der Erlöserideologie des Nationalsozialismus große Zusammenbrüche erlebt? Welche Mythen von Verrat oder Heroisierung bildeten sich dabei? Und welcher Zusammenhang besteht zwischen dem äußeren Unterliegen und jenen inneren Revolutionen, die der verlorene Krieg überall zur Folge hat? Wolfgang Schivelbusch ist diesen Fragen nachgegangen, und er zeichnet die aus tiefer Demütigung kommenden Energieschübe nach, die Niederlagen bringen. So legten sich die amerikanischen Südstaaten nach dem Bürgerkrieg erfolgreich ein legendenhaftes Images zu, das unter anderem "Vom Winde verweht" und seine Plantagenromantik schuf; so kam es in Frankreich nach 1871 zu umfassenden politischen und kulturellen Neuerungen; so brach das Deutsche Reich, nachdem der Erste Weltkrieg verloren war, auf etlichen Feldern in eine kraftvolle Moderne auf. Schivelbuschs Buch wird Staub aufwirbeln, auch weil es voller aktueller Bezugspunkte ist. Und es verweist auf die eigentümliche Stärke der Besiegten: daß sie früher und besser wissen, was die Stunde geschlagen hat.

Wolfgang Schivelbusch, geboren 1941 in Berlin, studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main und Berlin. Seit 1973 lebt er als freier Autor in New York. 1977 erschien "Geschichte der Eisenbahnreise" 1980 "Das Paradies, der Geschmack und die Vernunft. Eine Geschichte der Genussmittel" und 1995 "Vor dem Vorhang. Das geistige Berlin 1945-1948".
Zehn Jahre nach dem letzten großen Zusammenbruch, dem des sowjetischen Imperiums, scheint die Zeit reif für eine Reihe historischer Fragen.
Destilliert aus der Geschichte der drei Niederlagenklassiker – des amerikanischen Südens nach 1865, Frankreichs nach 1871 und Deutschlands nach 1918 –, lassen sie sich etwa so formulieren: Wie wurden im Zeitalter der Erlöserideologie des Nationalsozialismus große Zusammenbrüche erlebt? Welche Mythen von Verrat oder Heroisierung bildeten sich dabei? Und welcher Zusammenhang besteht zwischen dem äußeren Unterliegen und jenen inneren Revolutionen, die der verlorene Krieg überall zur Folge hat?

Wolfgang Schivelbusch ist diesen Fragen nachgegangen, und er zeichnet die aus tiefer Demütigung kommenden Energieschübe nach, die Niederlagen bringen. So legten sich die amerikanischen Südstaaten nach dem Bürgerkrieg erfolgreich ein legendenhaftes Images zu, das unter anderem «Vom Winde verweht» und seine Plantagenromantik schuf; so kam es in Frankreich nach 1871 zu umfassenden politischen und kulturellen Neuerungen; so brach das Deutsche Reich, nachdem der Erste Weltkrieg verloren war, auf etlichen Feldern in eine kraftvolle Moderne auf.

Schivelbuschs Buch wird Staub aufwirbeln, auch weil es voller aktueller Bezugspunkte ist. Und es verweist auf die eigentümliche Stärke der Besiegten: daß sie früher und besser wissen, was die Stunde geschlagen hat.

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