Frühe Schriften

Deutsche Jugend, Norwegisches Exil. Hrsg. v. Ulrich Bitz
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ISBN-13:
9783455038422
Seiten:
1400
Autor:
Hans Henny Jahnn
Gewicht:
1116 g
Format:
200x135x61 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Hans Henny Jahnn wurde 1894 in Hamburg geboren. Nach dem Exil von 1933 bis 1945 in der Schweiz und auf Bornholm kehrte er 1950 in seine Heimatstadt zurück und starb dort 1959.
"Ich verstehe unter Mensch nun nicht jedes Wesen, das auf der Straße herumläuft und alles Schöne und Edle ohne Unterschied begafft und hinnimmt, sondern ein Wesen, das etwas im Busen trägt, mit dem es nicht weiß, wo es hin soll; ein Wesen, das, wenn es schöne Worte oder Töne hört, sich vor Freude nicht zu fassen weiß; ein Wesen, dessen Herz vor der Not des Lebens zurückbebt."
In immer neuen Anläufen erschreibt sich der Schüler, der Heranwachsende, der Exilant Hans Jahn die Fundamente einer gegen die Enge des Wilhelminischen Deutschlands gerichteten poetischen Gegenwelt. Band 9 der "Hamburger Ausgabe" der Schriften Hans Henny Jahnns dokumentiert erstmals ausgreifend in einer Auswahl die Genese des Schülers Hans Jahn zum Dichter Hans Henny Jahnn. "Bei mir ist nicht die Sicherheit der richtigen Lösung, bei mir ist die Verworrenheit einer nicht zu lösenden Aufgabe."

Der Band enthält die Tragödie "Hans Heinrich" und das Tragödienfragment "Heinrich von Kleist" sowie noch unveröffentlichte Dramen und dramatische Entwürfe. Mit den Romanfragmenten. In "Die Geschichte desjenigen, den man, um gerecht zu sein, ans Kreuz nagelte oder auf den Richtblock schleppte oder kastriert und geblendet ins Gefängnis warf" und "Ugrino und Ingrabanien" ist Jahnns frühe Prosa vertreten. Dieser beigegeben sind Beispiele seiner Schulaufsätze und eine Reihe kleiner Prosaskizzen. Abgerundet wird diese Auswahl durch den erstmals ungekürzten Abdruck sämtlicher Tagebücher und Tagebuchnotizen aus den Jahren 1912 bis 1917. Sämtliche Texte wurden neu aus den im Nachlass überlieferten Handschriften erarbeitet.

Der Anhang enthält neben Kommentaren Materialien zur Entstehung und Überlieferung der einzelnen Texte. Das Nachwort des Herausgebers diskutiert die Bedeutung der "Frühen Schriften" für das Gesamtwerk.