Die 'Terminshoheit' des Gerichts und das Recht auf Verteidigung

Zur Terminierung und Vertagung der Hauptverhandlung bei Verhinderung des Verteidigers
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ISBN-13:
9783161553103
Erscheinungsdatum:
01.06.2017
Seiten:
358
Autor:
Francis Kasten
Gewicht:
566 g
Format:
235x154x22 mm
Serie:
138, Veröffentlichungen zum Verfahrensrecht
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

137 StPO garantiert dem Angeklagten ein uneingeschränktes Recht auf Beistand eines Verteidigers und somit auch die Anwesenheit des Verteidigers in der Hauptverhandlung. Dieses Recht des Angeklagten wird faktisch durch die Terminierung der Hauptverhandlung eingeschränkt. Die Rechtsprechung geht von einer in213 StPO normierten Terminshoheit des Vorsitzenden aus und versteht
228 Abs. 2 StPO als Einschränkung des
137 StPO für die Terminierung und Vertagung der Hauptverhandlung. Francis Kasten gibt eine Übersicht über die umfangreiche Rechtsprechung und untersucht, ob die Terminierungspraxis mit den Grundrechten des Angeklagten in Einklang zu bringen ist. Dazu werden Aspekte wie die Zumutbarkeit der Selbstverteidigung, das Beschleunigungsgebot und Belange der Strafrechtspflege genauer betrachtet. Die Arbeit bietet zudem eine bisher in der Strafrechtswissenschaft fehlende systematische Auslegung von
213 StPO und
228 Abs. 2 StPO.