Integration am Ende?

Die Schweiz im Diskurs über ihre Europapolitik. Ein Lesebuch
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ISBN-13:
9783034013130
Erscheinungsdatum:
10.07.2015
Seiten:
398
Autor:
Max Schweizer
Gewicht:
808 g
Format:
246x172x33 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Max Schweizer, geboren 1950, wirkte von 1980 bis 2012 als Diplomat für das EDA. Von 2007 bis 2011 war er Stellvertretender Chef der Schweizerischen Wirtschaftsmission bei der WTO und Efta in Genf. Heute leitet er als Dozent den Bereich Foreign Affairs and Applied Diplomacy an der School of Management and Law der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Beim Verein SwissDiplomats - ZurichNetwork amtet er als Geschäftsführer. Dominique Ursprung, geb. 1984, studierte internationale Beziehungen und Management in Genf, Tokio und London. Seit 2012 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ZHAW School of Management and Law.
"Integration am Ende?" ist ein Lesebuch über den Verlauf der europäischen Einigung und deren Auswirkungen auf die Schweiz. Wie reagierten Bundesbern und die Öffentlichkeit auf die verschiedenen Herausforderungen? Siebzig Beiträge spiegeln Erfolge und Rückschläge der bis heute selten geradlinigen Entwicklung.Wie begann die europäische Integration nach dem Zweiten Weltkrieg? Warum blieb vom September 1946 nur Churchills Rede in Erinnerung und nicht etwa die europäische "Rütli-Kundgebung"? Wie hat sich der Integrationsprozess auf die neutrale Schweiz ausgewirkt? Weshalb verlangte sie das Zumauern der Verbindungsgänge zwischen der OEEC und dem NATO-Hauptquartier? Welcher Teil Afrikas gehörte bei der EWG-Gründung zu deren Gebiet? Wieso verweigerte Frankreich den Sitz der EFTA in Paris? Wie kam es, dass der Bundesrat sozusagen über Nacht 1992 ein EG-Beitrittsgesuch einreichte - und damit Schiffbruch erlitt? Ist das damalige "EWR-Trauma" heute überwunden? Seit wie vielen Jahrzehnten gibt es eine Art supranationale Einflussnahme auf die Freizügigkeitspolitik der Schweiz?
Diplomaten, Historiker, Politiker und Journalisten geben Antworten auf diese und andere Fragen. Ihre Analysen, Erfahrungsberichte und Meinungsäusserungen regen zu einer vertieften Auseinandersetzung über den zukünftigen Kurs des Landes an.
Wie weiter?
Jörg Thalmann: Europas Emotionen und die Fakten (2014)
Christa Tobler: Mögliche Schutzklauseln (2015)
Bernhard Marfurt: Prinzip ja - Dogma nein (2014)
Michael Ambühl, Sibylle Zürcher: Schutzklausel bei der Zuwanderung (2014)
Niklaus Nuspliger: EU-Staaten bekräftigen Absage an Bern (2014)
Simon Gemperli: Selbstgespräche über die Zuwanderung (2015)
Hanspeter Tschäni: Freihandelsabkommen I: kein Wundermittel (2014)
Jan Atteslander: Freihandelsabkommen II: kein Ersatz für Bilaterale (2013)
Markus Häfliger: Delikate EWR-Fragen (2013)
Othmar von Matt: Die Kraft des Alpenraums (2015)
Georg Kreis: Wiederholung ist zulässig (2015)

Überforderung
Arnold Koller: Schlacht um den EWR (2014)
Jakob Kellenberger: Zum Beitrittsgesuch (2014)
Christoph Wehrli: Jakob Kellenbergers Buch (2014)
Franz Blankart: 30 Jahre Europapolitik (1998)
Dieter Freiburghaus: Folgen des EWR-Traumas (2013)
Katja Gentinetta: Europapolitische Optionen (2010)
(EDA) Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten: Bilaterale Verträge (2013)
Franz von Däniken: Bilateraler Weg vergrössert Abhängigkeit (2009)
Willy Schenk: Norwegen befürchtet Marginalisierung (2013)
Thomas Cottier, Rachel Liechti: Rechtsharmonisierung (2012)
Heinz Hauser: Als Hub in Europa (2012)
Georg Kreis: Personenfreizügigkeit in Etappen (2009)
Stephan Israel: Rahmenabkommen in Sichtweite? (2014)
Joëlle Kuntz: Die Strategie des Ausweichens (2014)
Simon Gemperli: Das Integrationsbüro stirbt mit 51 (2011)
Luzi Bernet: Komplizierte Romanze (2007)
Luzi Bernet: Berns öffentlichster Diplomat (2011)

Das kleinste Übel
Roland Maurhofer: EFTA: das kleinste Übel (2000)
Robert Kohli: Besuch des britischen Botschafters (1959)
Salomon Wolff: Abweisung durch Frankreich (1960)
Gaetano Romano: Wartesaal für Verschnupfte (1999)
Richard Senti: Vor Integrationsproblemen (1971)
Daniel Speich: Im Europäisierungsprozess (2007)
Martin Zbinden: Versuch des Brückenschlags (2006)
Florian Keller: Österreichs Vorpreschen (2003)
Martin Zbinden: Frühe institutionelle Fragen (2006)
Willy Zeller: Werben um EWG-Assoziation (2012)
Bernhard Wehrli: Zwischen Wirtschaft und Politik (1965)
Eric Roethlisberger: Le point de non-retour (1969)
Ernst Brugger: Dauerhafte Verbindung (1972)
Albert Weitnauer: Politischer Charakter (1981)
Franz Blankart: Der Gestalter des Freihandels (2004)

Frühe Positionsbezüge
Frank Niess: Die Anfänge der Europäischen Bewegung (1999)
Raymond M. Jung d'Arsac: Churchill und Hertenstein (2006)
David Reynolds: The Initiative Must Come from Europe (1997)
Roland Maurhofer: Beitritt zur OEEC (2001)
Greg Behrmann: Fifteen Times "Integration" (2007)
Roland Maurhofer: OEEC - NATO: Die Schweiz lässt mauern (2001)
Carlo Meylan: Stellungnahme zum Schuman-Plan (1951)
Thomas Gees: Arbeitsmarktliberalisierung und Schweizer-Klausel (2006)
Michael Sutton: French Interests (2007)
Alois Riklin: Schumans oder de Gaulles Europa? (1970)
Hans Mayrzedt, Hans Christoph Binswanger: Welches Europa für die Neutralen? (1970)
Daniel Trachsler: Petitpierre und die Integrationsdynamik (2011)
Hans-Ulrich Jost: Primat der Nützlichkeit (1999)

Streiflichter
Karl Schmid: Psychologische Aspekte (1966)
Herbert Lüthy: Wo liegt Europa? (1990)
Helmut Schmidt: Sündenbock und Hoffnung zugleich (1993)
Helmut Schmidt: Kann Europa sich behaupten? (2008)
Carlo S. F. Jagmetti: Beobachtungen eines Europa-Praktikers (2015)
Christoph Lüthy: Niederlande als Alternativschicksal (2011)
Matthias Matthijs, R. Daniel Kelemen: How to Save the European Union? (2015)
Thomas Cottier: Keine Fehlkonstruktion (2011)
The Economist: Swiss Lessons (2014)
Eric Gujer: Eurokraten und Spielverderber (2015)
Nicolas Berggruen, Nathan Gardels: The Next Europe (2013)
Steffen Klatt: Europas Gral wird in Lausanne gehütet (2007)